Wandern im Regen: 10 Tipps, um trocken und warm zu bleiben

7. Oktober 2026 · Jonas Van Eylen

Fall Creek sweatshirt with a waterfall over mossy rocks – Arvenzo

Wer in Belgien nur bei schönem Wetter wandern geht, bleibt oft zu Hause. Laut den Klimadaten des KMI (Königliches Meteorologisches Institut) fällt in Uccle an etwa 190 Tagen im Jahr Niederschlag: an mehr als der Hälfte aller Tage. Und zwischen Sommer und Winter gibt es kaum einen Unterschied. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung ist eine Wanderung im Regen herrlich. Die Wege sind ruhig, der Wald riecht frisch und du kommst mit einem guten Gefühl nach Hause. Zieh danach dein Fall Creek Sweatshirt an, mit einem Wasserfall über moosbewachsenen Felsen, und genieße den Nachklang. Hier sind 10 Tipps, um trocken und warm zu bleiben.

1. Wähle eine wirklich wasserdichte Regenjacke

Es gibt einen großen Unterschied zwischen wasserabweisend und wasserdicht:

  • Eine wasserabweisende Jacke lässt Tropfen abperlen, aber bei einem langen Schauer dringt das Wasser irgendwann durch.
  • Eine wasserdichte Jacke hält das Wasser ab, auch bei einem langen Schauer oder wenn Druck darauf ausgeübt wird, etwa unter den Trägern deines Rucksacks.

Für eine mehrstündige Wanderung im Regen brauchst du eine wasserdichte Jacke. Achte auch auf verschweißte Nähte: Dort wird eine Jacke sonst als Erstes undicht.

2. Verstehe die Wassersäule

Auf dem Etikett einer Regenjacke steht oft eine Zahl in Millimetern, zum Beispiel 10.000 mm. Das ist die Wassersäule: wie viel Wasserdruck der Stoff aushält, bevor Wasser durchdringt. Je höher, desto wasserdichter. Als Richtwert bleibst du ab etwa 10.000 mm in den meisten Situationen trocken. Gute Wanderjacken erreichen bis zu 20.000 mm oder mehr.

3. Achte auf die Atmungsaktivität

Eine wasserdichte Jacke, die nicht atmet, macht dich von innen nass: Dein Schweiß bleibt in der Jacke hängen. Die Atmungsaktivität wird in Gramm Wasserdampf pro m² pro 24 Stunden angegeben. Ab etwa 10.000 g spricht man von guter Atmungsaktivität. Gerade wenn du bergauf gehst, macht das einen großen Unterschied.

4. Kleide dich nach dem Zwiebelprinzip

Das Zwiebelprinzip (Drei-Schichten-Prinzip) ist die Grundlage jeder Outdoor-Kleidung:

  1. Basisschicht: ein Shirt, das Schweiß abtransportiert. Wähle Synthetik oder Merinowolle.
  2. Mittelschicht: eine warme Schicht, die die Wärme speichert, etwa Fleece, Sweatshirt oder Hoodie.
  3. Außenschicht: deine Regenjacke, die Wind und Regen abhält.

Mehrere dünne Schichten halten dich besser warm als ein dicker Pullover. Außerdem kannst du Schichten ausziehen, wenn dir beim Aufstieg warm wird. Als Mittelschicht eignet sich ein warmer Hoodie perfekt, etwa der Pure Ground Hoodie: kein großes Design, nur eine pure Farbe und der Name Arvenzo. Willst du wissen, was der Unterschied zwischen Hoodie, Sweatshirt und Pullover ist? Dann lies diesen Artikel.

5. Vermeide Baumwolle auf der Haut

Baumwolle fühlt sich weich an, hält aber Feuchtigkeit fest, statt sie abzutransportieren. Ein nasses Baumwollshirt auf der Haut entzieht deinem Körper Wärme. Dadurch kühlst du schneller aus, besonders wenn du kurz stehen bleibst oder es windig ist. Heb dir Baumwollkleidung also für die Mittelschicht oder für nach der Wanderung auf und trage direkt auf der Haut ein schnell trocknendes Shirt.

6. Sorge für trockene Füße

Nasse Füße verderben dir am schnellsten die Wanderlust. Wähle wasserdichte Wanderschuhe und trage Socken, die auch feucht warm bleiben, zum Beispiel Wollsocken. Auf matschigen Wegen halten Gamaschen (Gaiters) Wasser und Schlamm aus deinen Schuhen fern. Nimm auf einer langen Tour ein zweites Paar Socken in einem Plastikbeutel mit.

So ein Tag endet mit schlammigen Schuhen neben der Tür, dem Motiv unseres Trail Rest Hoodie.

7. Trockne deine Schuhe richtig

Stelle nasse Wanderschuhe niemals an die Heizung oder in die Sonne. Leder und technische Materialien können dann austrocknen, spröde werden und reißen. Nimm die Einlegesohlen heraus, öffne die Schnürsenkel und lass die Schuhe bei Zimmertemperatur an einem gut belüfteten Ort trocknen. Stopfe Küchenpapier oder ein trockenes Tuch hinein, um die Feuchtigkeit aufzusaugen, und wechsle es ein paar Mal. Zeitungspapier geht auch, aber die Druckerschwärze kann abfärben.

8. Schütze Rucksack und Handy

Auch ein „wasserdichter" Rucksack wird bei einem langen Schauer innen nass. Verwende eine Regenhülle für deinen Rucksack oder packe deine Sachen in einen Packsack oder in Plastiktüten. Bewahre dein Handy in einem verschließbaren Beutel auf, damit du es auch im Regen noch für deine Route nutzen kannst.

9. Prüfe das Wetter und die Warnungen

Leichter Regen ist kein Problem, Gewitter, Sturm oder Starkregen schon. Schau vor dem Aufbruch auf die Website oder in die App des KMI. Das KMI arbeitet mit Farbcodes:

  • Gelb: sei aufmerksam.
  • Orange: sei vorbereitet und befolge die Hinweise.
  • Rot: handle.

Bei Code Orange oder Rot verschiebst du eine Wanderung im Wald besser. Unterwegs sind nasse Baumwurzeln, Steine und Holzstege besonders rutschig. Geh langsam darüber und halte dich von Bächen fern, die wegen des Regens Hochwasser führen.

10. Erkenne die Anzeichen einer Unterkühlung

Bei nassem und windigem Wetter verlierst du viel schneller Körperwärme. Unterkühlung bedeutet, dass deine Körpertemperatur unter 35 °C sinkt. Laut dem Roten Kreuz sind dies die Anzeichen:

  • kalte, blasse Haut;
  • blaue Lippen oder Finger;
  • Zittern;
  • Müdigkeit oder Benommenheit.

Bemerkst du diese Anzeichen bei dir oder einem Mitwanderer? Such dir einen warmen Ort, zieh nasse Kleidung aus und wickle dich in etwas Warmes. Wird jemand benommen oder verwirrt, ruf die 112 an.

Warum sich Wandern im Regen lohnt

Nach einem Regenschauer riecht der Wald herrlich frisch. Dieser Duft hat sogar einen Namen: Petrichor. Das Wort wurde 1964 von zwei australischen Wissenschaftlern geprägt, vom griechischen petros (Stein) und ichor (das Blut der Götter). Der Geruch stammt von Geosmin, einem Stoff, den Bodenbakterien bilden. Und ein schöner Extra-Bonus: Bei schlechtem Wetter hast du die Wege oft für dich allein.

An einem regnerischen Herbsttag sind die Wälder besonders schön. Inspiration findest du in den schönsten Herbstwäldern Belgiens, und was du für eine Tour in den Ardennen anziehst, liest du in Wandern in den Ardennen: Was ziehst du an?

Häufig gestellte Fragen

Was ziehst du an, wenn du im Regen wandern gehst?

Kleide dich in drei Schichten: ein schnell trocknendes Shirt auf der Haut, eine warme Mittelschicht wie Fleece oder Hoodie und eine wasserdichte, atmungsaktive Regenjacke. Kombiniere das mit wasserdichten Schuhen und Wollsocken.

Was bedeutet eine Wassersäule von 10.000 mm?

Die Wassersäule gibt an, wie viel Wasserdruck ein Stoff aushält, bevor Wasser durchdringt. Ab etwa 10.000 mm bleibst du in den meisten Situationen trocken.

Wie trocknest du nasse Wanderschuhe?

Nimm die Einlegesohlen heraus, öffne die Schnürsenkel und lass die Schuhe bei Zimmertemperatur an einem gut belüfteten Ort trocknen. Stopfe Küchenpapier hinein und stelle sie niemals an die Heizung.

Nach dem Regen kommt der warme Hoodie

Nach einer nassen Wanderung nach Hause kommen, trockene Kleidung an, ein warmes Getränk in den Händen: dafür machst du es. Wähle den Compass Rose Hoodie, mit einem Kompass, umrahmt von Berglinien, und einem Fleecefutter, oder entdecke alle unsere Hoodies. Oder wähl das Trail Compass Sweatshirt mit einem Kompass in warmen Erdtönen. Der Versand ist ab 45 € in der ganzen EU kostenlos (sonst 4,99 €).