Der Fuchs in Belgien: Lebensweise, Spuren und was tun, wenn du einen siehst?

16. Oktober 2026 · Jonas Van Eylen

Ember Trail hoodie with a fox in an autumn forest – Arvenzo

Ein roter Schatten, der abends über den Radweg huscht, ein buschiger Schwanz, der hinter einer Hecke verschwindet, ein lautes Kreischen in einer kalten Winternacht. Der Fuchs ist überall in Belgien: im Wald, auf dem Land und immer öfter mitten in der Stadt. Trotzdem bekommen wir ihn selten richtig zu sehen. Zieh dir den Ember Trail Hoodie an, mit einem Fuchs in einem herbstlichen Wald, und erfahre alles über dieses kluge Tier: wie es lebt, woran du seine Spuren erkennst und was du tust, wenn dir einer begegnet.

Wie erkennst du einen Fuchs?

  • Farbe: rotbraun auf dem Rücken, hell am Bauch und an der Kehle.
  • Schwanz: lang und buschig, oft mit einer weißen Spitze.
  • Ohren: spitz, mit einer schwarzen Rückseite.
  • Größe: der Körper ist etwa 60 bis 75 cm lang, dazu kommt ein Schwanz von ungefähr 40 cm.
  • Gewicht: meist 5 bis 8 kg. Ein Fuchs ist also viel leichter, als er aussieht.
  • Geschwindigkeit: ein Fuchs kann bis zu 60 km pro Stunde laufen.

Wie lebt ein Fuchs?

Eine Familie mit Revier

Ein Fuchs verteidigt das ganze Jahr über sein Revier. In der Natur ist es mehrere Hektar groß. In der Stadt kann es viel kleiner sein, vor allem wenn Füchse dort Futter finden. Eine Familie besteht aus einer dominanten Füchsin, der Fähe, und einem Männchen, dem Rüden. Manchmal dürfen Schwestern oder Töchter bei der Familie bleiben.

Kreischen in der Winternacht

Die Paarungszeit fällt in den Winter und das frühe Frühjahr. Dann hörst du nachts das laute Heulen und Bellen der Füchse. Wer das zum ersten Mal hört, erschrickt oft: Es klingt fast wie ein schreiender Mensch.

Die Jungen

Im Frühling, zwischen März und Mai, kommen 4 bis 6 Welpen zur Welt. Im Juni und Juli sieht man die jungen Füchse am häufigsten vor ihrem Bau spielen. Am Ende des Sommers ziehen sie los, um ein eigenes Revier zu suchen. Das ist eine gefährliche Zeit, vor allem wegen des Verkehrs.

Lebenserwartung

In freier Wildbahn kann ein Fuchs etwa 10 Jahre alt werden, die meisten Füchse werden aber nicht älter als 3 Jahre.

Was frisst ein Fuchs?

Der Fuchs ist ein echter Opportunist: Er frisst, was er findet.

  • Mäuse und Ratten sind seine Lieblingsspeise. Ein Fuchs räumt auch schwache und kranke Tiere weg.
  • Daneben: Kaninchen, Vögel, Eier, Insekten, Käfer, Regenwürmer und Schnecken.
  • Im Sommer und Herbst frisst er auch heruntergefallenes Obst, Brombeeren und Heidelbeeren.
  • In der Stadt findet er Futter in Abfall, Komposthaufen und Katzenfutter.

Ein Fuchs ist vor allem nachts aktiv, wie die Eule auf dem Night Watch Sweatshirt, die alles sieht, was die Nacht verbirgt.

Stadtfüchse

Der Fuchs ist vollständig in unsere Städte zurückgekehrt.

  • In Brüssel wurden die ersten Füchse Anfang der 1980er Jahre rund um den Sonienwald gesichtet. Zwischen 2001 und 2017 wurden sie bereits in 82 % der gesamten Stadt beobachtet, bis nahe an den Grand-Place. Die meisten leben im Südosten, zum Beispiel in Watermaal-Bosvoorde und Oudergem.
  • Auch in Gent lebt der Fuchs seit Jahren rund um die Innenstadt.
  • In Flandern kommt der Fuchs nach langer Abwesenheit wieder überall vor.

Stadtfüchse sind im Allgemeinen gesund und scheu. Sie greifen Menschen nicht von sich aus an.

Wie erkennst du Fuchsspuren?

  • Trittsiegel: schmaler als das eines Hundes und eher tropfenförmig. Die Spuren liegen oft schön auf einer geraden Linie.
  • Losung: oft gedreht und mit einer Spitze, manchmal weiß durch Knochenreste.
  • Bau: eine Höhle mit einem Eingang von etwa 25 bis 30 cm, meist höher als breit, mit einem langen, flachen Sandhügel davor.

Spuren suchst du am besten auf einem schlammigen Waldweg oder nach einem Schneeschauer. Dort findest du sie oft zwischen herabgefallenen Blättern, wie auf dem Waldboden des Forest Floor-Shirts.

Ist ein Fuchs gefährlich?

Nein, für Menschen nicht. Angriffe sind sehr selten. Trotzdem bleibt ein Fuchs ein Wildtier, dem du mit Respekt begegnest.

Tollwut

Tollwut tritt bei wilden Tieren in Belgien seit 2001 nicht mehr auf.

Räude

Im Jahr 2025 gab es immer mehr Meldungen von Füchsen mit Räude in Brüssel und im flämischen Umland der Stadt. Du erkennst sie an kahlen Stellen, Haarausfall am Schwanz und einem Fuchs, der sich an Bäumen reibt. Für Menschen ist das Risiko sehr gering. Hunde können sich allerdings anstecken, die Räude lässt sich aber beim Tierarzt behandeln. Nähere dich keinem kranken Fuchs.

Der Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der sich über Fuchslosung auch auf Menschen übertragen kann. In Belgien kommt er vor allem im Süden vor, die meisten befallenen Füchse gibt es in den Ardennen. In Flandern ist er sehr selten, und bei Brüsseler Stadtfüchsen wurde er nicht nachgewiesen. Im Jahr 2019 zählte Sciensano 10 neue Fälle bei Menschen, alle in Wallonien.

So verringerst du dein Risiko:

  • Wasch dir die Hände nach dem Wandern, Gärtnern oder Kontakt mit Tieren.
  • Wasch oder koch, was du in der Natur sammelst, etwa Beeren oder Pilze. Lies auch unseren Artikel über Pilze sammeln in Belgien.
  • Einfrieren im Gefrierschrank hilft nicht: Die Eier überleben das.
  • Trag Handschuhe bei Gartenarbeit und fass keine Fuchslosung an.

Füchse und das Gesetz

  • In Brüssel ist der Fuchs streng geschützt: Du darfst ihn nicht töten, fangen, umsiedeln oder stören. Die Fuchsjagd ist dort seit 1991 verboten.
  • In Flandern darf der Fuchs unter Bedingungen bejagt werden. Im Jahr 2025 wurden laut INBO 11.780 Füchse geschossen. Gift, Schlingen und Fallen sind immer verboten.
  • Einen Fuchs zu fangen und woanders auszusetzen funktioniert nicht: Ein leeres Revier wird schnell von einem anderen Fuchs besetzt.

So schützt du deine Hühner

Ein Fuchs, der in einen Hühnerstall gelangt, tötet oft alle Hühner. Natuur en Bos gibt diese Tipps:

  • Ein hoher Zaun: mindestens 180 cm hoch, oder 120 cm mit einem Elektrodraht.
  • Feines Gitter: Maschenweite höchstens 3 cm (Hühnergitter höchstens 4 cm), mit Draht von mindestens 1,5 mm.
  • Eingraben: Grab das Gitter ein oder lege einen festen Boden, damit der Fuchs nicht darunter durchkommt.
  • Oberkante nach außen: Biege die Oberkante um 30 Grad nach außen und entferne Sträucher, die als Sprungbrett dienen könnten.
  • Ein abschließbarer Nachtstall mit einem dichten Boden, eventuell mit einer automatischen Tür.

Hattest du trotzdem Schaden? Melde ihn innerhalb von 14 Kalendertagen bei Natuur en Bos.

Ein Fuchs in deinem Garten?

Ein Fuchs im Garten ist meistens kein Problem. Die meisten Beschwerden betreffen Müll, einen Bau unter der Terrasse oder dem Gartenhaus, Exkremente oder Lärm.

  • Füttere den Fuchs nicht. Gefütterte Füchse werden faul, ihre Reviere werden kleiner und es kommen mehr Füchse.
  • Schließe deinen Müll und deinen Komposthaufen gut ab.
  • Lass kein Katzenfutter draußen stehen.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Fuchs gefährlich für Menschen?

Nein. Füchse sind scheu und greifen Menschen nicht von sich aus an. Berühre aber nie einen Fuchs oder seine Losung und nähere dich keinem kranken Fuchs.

Warum kreischen Füchse nachts?

Im Winter und zeitigen Frühjahr ist Paarungszeit. Füchse rufen dann laut nacheinander, mit Heulen und Bellen, das manchmal klingt wie ein schreiender Mensch.

Wie schütze ich meine Hühner vor dem Fuchs?

Mit einem Zaun von mindestens 180 cm (oder 120 cm mit Elektrodraht), feinem Gitter, das du eingräbst, und einem abschließbaren Nachtstall.

Für alle, die dem Fuchs schon einmal begegnet sind

Ein Fuchs, der kurz stehen bleibt und dich direkt ansieht, bevor er im Dunkeln verschwindet: So einen Moment vergisst du nicht. Entdecke alle unsere Tierdesigns in der Wildlife-Kollektion, etwa das Ember Trail Sweatshirt mit einem Fuchs auf einem Pfad voller Herbstblätter oder das Pack North T-Shirt mit einem Wolfsrudel im Schnee. Der Versand ist ab 45 € in der ganzen EU kostenlos (sonst 4,99 €).